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Slowakische Republik ![]() |
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| Gediegen Silber und Silberlocken |
| Schemnitz
(ehem.
Ungarn)
(Blick in die Geschichte: siehe unten) |
| Slowakei,
Slowakische Republik,
Osteuropa |
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| Old labels |
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| Matrixstufe Originalgröße 55 x 40 x 30 mm |
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Fotos & Sammlung |
| Blick in die Geschichte: |
| Sachsen gründeten ungarische Bergstädte |
| "Für die Ansiedlung
sächsischer Bergarbeiter setzte sich vor allem
der ungarische König Béla IV. (1235-1270) ein. 1271 wurden den Zipser Sachsen durch einen königlichen Freibrief ("Zipser Wilkür") unanfechtbare Rechte zugesagt. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts wehrten sich die deutschstämmigen Bergstädte gegen eine ethni- sche Verschmelzung mit ihrer Umgebung und hielten Ordnung nach eigenem Recht. So lange es sich nur um Bergbaufragen handelte, waren alle Bürger gleichgestellt, doch die Verhüttung des Erzes und die Verwertung des dazu nötigen Holzes war Vorrecht der soge- nannten "Waldbürger", die sich um den Marktplatz (Ring) ansiedelten. Sie bildeten die Gemeindeelite, stellten den Bürgermeister, Richter, die Geschworenen, alle wichtigen Amtspersonen. Einige Städte, so z. B. Neusohl, untersagten die Niederlassung von Bürgern nicht-deut- scher Abstammung. Diese Privilegien wurden erst nach der türkischen Besatzungszeit gelockert und damit eine Vermischung der Bevölkerung ermöglicht. In den Bergbaustädten arbeiteten dann Ungarn, Deutsche, Slawen, Wenden, Rumänen, Polen, Ukrainer, Italiener und Österreicher nebeneinander. Das Grubenrecht allerdings war bis zur Einführung des österreichischen Rechts im Jahre 1573 vom Freiberger Vorbild geprägt. Interessant ist die bis heute andauernde Diskussion um den Ursprung des deutschen Namens der Stadt, in der im Jahre 1735 die erste unga- rische Bergakademie (und nach Freiberg die zweite in Europa) gegrün- det wurde: nämlich um Schemnitz. |
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| Noch in der 1997
herausgegebenen dreibändigen "Tausendjährigen
Geschichte des ungarischen Bergbaus" ("A magyar bányászat évez- redes története") erscheint die Kachelmann'sche Hypothese , dass die Siedler aus der Lausitzer Blumenstadt Sebnitz stammten (Sebnitz-Sche- bnitz-Schemnitz), dabei hatte sich doch der ungarische Bergingenieur Faller schon 1940 die Mühe gemacht, der Sache auf den Grund zu gehen. Vom Leiter des Stadtarchivs Sebnitz, Dr. Alfred Meiche, erhielt er folg- ende Antwort: ...unser Sebnitz, ursprünglich ein kleiner Wendenweiler, dessen slawischer Name zu deutsch "Finkenwaldbach" bedeutet, ist be- kanntlich erst um 1240 von deutschen Bauern aus dem Maingau (Würz- burg) als Stadt gegründet worden. Es ist ausgeschlossen, dass diese Kolonisten zu derselben Zeit, wo sie zu uns kamen, schon wieder weiter bis nach Ungarn zogen und den Namen der jungen Siedlung Sebnitz dorthin übertrugen. Um das zu tun, hätten sie gewiss schon längere Zeit mit unserer Heimat verwachsen sein müssen. Zudem aber wären sie als Bauern wohl kaum berufen gewesen, eine Bergstadt zu gründen. Nach anderen mir zugänglichen Quellen ist Schemnitz bereits im 11. Jahrhun- dert von niedersächsischen Bergleuten kolonisiert worden... |
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| Die Besiedlung durch
Sebnitzer Bürger ist sicher auszuschließen (dazu
hätte auch ein Blick auf die geologische Karte Sachsens genügt), aber es kann durchaus sein, dass die Anwesenheit einer großen Zahl wen- discher Bauern in der Umgebung von Schemnitz bei sächsischen Neu- siedlern Erinnerungen an ein ähnlich gelegenes Wendenstädtchen her- vorrief…Wir werden es wohl nie erfahren… |
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Die wenigen Dokumente und Sachzeugen aus dieser Zeit sind in den Archiven der Bergakademien Selmecbánya, Sopron-Brennbergbánya, Miskolc und Freiberg, im Ungarischen Staatsarchiv in Budapest und in Kirchenarchiven begraben. Uns – den neugierigen Laien – verbleiben ein paar alte Kirchen, Wappen, Siegel, Stollenmundlöcher. Es ist schon schwer genug, auf heutigen Karten die alten deutschen Orts- und Flur- namen "auf die Reihe" zu kriegen, die letzte Generation, die die Namen noch im Kopf hatte, ist vor 20-30 Jahren ausgestorben. In einigen Märchen und Sagen, die sich die Bergleute erzählten, ist der gemeinsame Ursprung unübersehbar, das alte Wort für Grubenleuchte lautete im Ungarischen "fonca" (Funzel, Funze), die Uniformen der Bergleute waren nach Freiberger Vorbild geschneidert. |
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| Glück auf - Jó szerencsét |
| Der Bericht über
das große Grubenunglück in Telken findet sich nahezu
wortgetreu und zeitgleich datiert bei Elcker (1376) über eine Grube in Goslar, bei Agricola (1554) über eine Grube in Rammelsberg, aber auch in Sagen aus Transsylvanien. Ein Blick auf die im ungarischen Bergbau üblichen Namen der Erze (Mineralien) verrät uns, dass es sich um Spiegelübersetzungen aus dem Deutschen (Erzgebirgischen) handelt: -glanz (fényle), -kies (kovand),-spat (pát). In Georgius Agricolas größtem Werk, dem "De re metallica" aus dem Jahre 1556 finden wir eine Reihe von Abbildungen ungarischer Bergkunst, Belüftungs-, Entwässerungs- und Förderanlagen. Auch die soziale Versorgung der Bergleute richtete sich nach sächsischem Vorbild, in die Bundeslade wurden ebenso wie in Sachsen 2% der Kux (Konzessionssumme) für Krankheits- und Sozial- versicherung eingezahlt. Vervollkommnet wurde das System von dem ungarischen Unternehmer János Thurzó, der sich durch Einheirat in die Augsburger Bankiersfamilie Fugger zum größten Bergwerks- und Hütten- besitzer Ungarns entwickelte, seine 1496 gegründete Bundeslade war beispielhaft für Europa. |
| Wie lange Traditionen
sich durchsetzen können, zeigt, dass erst am
7. April 1894 – also 650 Jahre nach dem Einzug der sächsischen Bergleute ins spätere Schemnitz und über 150 Jahre nach der Gründung der Schemnitzer Bergakademie der deutsche Bergmannsgruß "Glück auf" durch das ungarische "Jó szerencsét" abgelöst wurde. |
| "Alles kommt vom
Bergwerk her" sagten unsere erzgebirgischen Vorfahren,
so wurde die ungarische Schatzkammer auch durch die fleißigen Hände sächsischer Bergarbeiter gefüllt. In tausend Jahren ungarischer sind 400- 500 Jahre sächsischer Bergbaugeschichte verborgen, die es wahrlich verdient hätten, ans Licht gefördert zu werden. Regina Körmenty" |
| Quelle: http://www.ungarndeutsche.de/sachsen_bergleute.html |
| 1627 Erstmaliger
Einsatz von Schießpulver im Bergbau in Banská
Štiavnica (Schemnitz). |
| 1992 - im Juli Deklaration
des Slowakischen Nationalrates
der Souverenität der Slowakischen Republik 1992 - im September Verfassung der Slowakischen Republik 1992 - im November Gesetz der Föderalversammlung über die Auflösung der Tschecho-Slowakei 1993 - 1. Januar Geburtsstunde der Slowakischen Republik |
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