| Maldonit,
II/A.3-4.
Au2Bi,
kubisch, rötlich silberweiß, auch kupferrot bis schwarz (oxidiert),
Metallglanz,
H = 1 1/2 - 2, duktil und schneidbar, Spaltbarkeit nach 001
und 110 deutlich,
die 3 stärksten d-Werte 2.41 (100), 2.30 (50), 1.54 (60).
Die legierungsartige
Gold-Wismut-Verbindung ist in hochtemperierten,
greisenähnlichen
Goldquarzgängen entweder vergesellschaftet mit Scheelit
und Apatit (Australien),
oder mit Wismutglanz, Arsenkies und Wolframit
(Frankreich).
Frischer Maldonit ähnelt ged. Wismut, erscheint körnig
derb,
als Krusten oder
kleine Oktaeder. Oft ist er in ein Gemenge aus ged.
Gold und Wismut
zerfallen. Name nach der australischen Typlokalität
(Ulrich, 1869).
Maldonit ist selten,
es gibt nur wenig Material. Frank-reich: Salsigne/Carcassonne
und Scoufour,
Dept. Cantal. Rumänien: Baita Bihor (Rezbanya), Siebenbürgen
(Granatskarn).
GUS: Tyrnyauz, N-Kaukasus. Pakistan: Gilgit (Flußseife).
Australien: Nuggety
Reef (Typlokalität), Union Reef, Maldon, Victoria.
Neufund BRD:
Gütting-Unterlangau, Oberpfälzer Wald.
Literatur: Chem.Abs.
85, 1976,180204; Anthony et al. (1990), 310.
Quelle und sehr
empfehlenswerte Literatur:
"Goldmineralien und ihre Varietäten"
in: "Gold - Mineral, Macht und Illusion:
500 Jahre Goldrausch"
extra Lapis Nr. 2, 1992, Seite 42 ff
Christian Weise Verlag München
ISBN 3-921656-23-0
Hotline: http://www.lapis.de
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