| Krennerit,
11/D.16-3.
(Au,Ag)Te" orthorhombisch,
silberweiß bis messinggelb,
hochmetallisch glänzend,
H = 2 - 3, Strich grünlichgrau,
spröde, Spaltbarkeit
nach {OO1l vollkommen, Bruch
uneben bis kleinmuschelig,
die 3 stärksten d-Werte 3.03
(100), 2.94
(60), 2.11 (70).
Krennerit besitzt
dieselbe Zusammensetzung wie Calaverit
(dieser ist monoklin),
zeigt jedoch höhere Silbergehalte
(oft über 5
Gew %). Krennerit stammt aus hydrothertnalen
Goldtellurid-Erzgängen.
Hier bildet er meist grobkörnig
verzahnte Aggregate
mit typischer Spaltbarkeit, die ihn
vom ähnlichen
Calaverit unterscheidet. Nur selten finden
sich in Quarzdrusen
kurzprismatisehe längsgeriefte und
flächenreiche
Kristalle mit typischer {001)-Endfläche.
Als frühgebildetes
Goldtellurid ist Krennerit oft verwittert
und zu ged. Gold
zersetzt. Begleiter sind u. a. Calaverit,
Sylvanit, Petzit
und Antimonit.
Der Name des 1877
durch G. vom Rath beschriebenen
Goldminerals ehrt
den ungarischen Mineralogen Josef A.
Krenner.
Krennerit ist in
kleineren Mengen nicht allzu selten, so daß hier
nur die wichtigsten
Fundorte genannt werden können.
Rumänien: Sacaramb
(Nagyag) und Fata Baii (Facebanya,
Transsylvanien (Typlokalität,
1877).
Rußland: Konstantin--Ovkoye
bei Krasnojarsk.
USA: div. Gruben
in Colorado und Arizona; speziell die Ajax Mine
bei Cripple Creek,
Teller Co./Colorado liefert immer wieder hübsche,
in Porphyrdrusen
sitzende MicromountKristalle.
Weitere Vorkommen
liegen in
West-Australien
(Kalgoorie & Mulgabbie); in
Kanada (Mountbray,
Quebec) und auf den
Fidschi-Inseln.
Literatur: Min. Abstr.
85 M/2407, 1985; Anthony et al (1990), 275
Quelle und sehr
empfehlenswerte Literatur:
"Goldmineralien und ihre Varietäten"
in: "Gold - Mineral, Macht und Illusion:
500 Jahre Goldrausch"
extra Lapis Nr. 2, 1992, Seite 42 ff
Christian Weise Verlag München
ISBN 3-921656-23-0
Hotline: http://www.lapis.de
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